Spätsommerfest 2013 auf dem Kräuter-und Tierhof Neuendorf im Sande

Permalink 13. August 2012 - 09:52 Uhr

Menschen, die Wert auf artgerechte Tierhaltung legen,

  • die fachgerechte, hygienische Schlachtung erwarten,
  • die nur frisches Fleisch ohne jegliche Genmanipulation essen,
  • die gern ökologisch angebauten Tee trinken,
  • für die freilaufende Hühner die Bedingung für Eierkauf ist,
  • für die Kartoffel nicht gleich Kartoffel ist,
  • die das Flair eines Bilderbuch- Bauernhofes genießen,
  • die im Hofladen natur reine Öko-Produkte auch anderer Direktanbieter
  • kaufen möchten,
  • die ihren Weihnachtsbraten jetzt rechtzeitig sichern oder
  • die sich ganz einfach einen entspannten Samstag gönnen wollen

…für all jene gibt es eine gute Nachricht: das traditionelle Spätsommerfest auf dem Kräuter-und Tierhof Neuendorf findet auch in diesem Jahr wieder statt. Es ist der Termin, auf den man sich verlassen kann: der letzte Samstag im August, sprich: der 31.08.2013.

Von 10.00 -15.00 Uhr wird das Fest in altbewährter Weise von der format gGmbH – Anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen und dem Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Fürstenwalde e.V. ausgerichtet.

Jedermann ist herzlich eingeladen und kann sich auf Überraschungen freuen.

 

Momentan arbeiten in dem anerkannten Bioland-Betrieb unter der Anleitung von Jörg und Ina Weilbach 24 behinderte Menschen. Die Besetzung ist stabil, denn alles passt. Fluktuation gleich Null. Wer hier beschäftigt ist, der freut sich und ist stolz darauf.

 

 

 

250 Gänse, 250 Enten, 200 Hähnchen, 200 Perlhühner, jede Menge Kaninchen und nicht zuletzt Hofhund Otto brauchen Pflege und Zuwendung an jedem Tag- auch am Wochenende und wenn andere Feiertag machen.

 

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Auf ca. 20 Hektar eigenem Ackerland und dem noch dazu gepachteten einen Hektar Kirchenland baut die Gemeinschaft Futtergetreide, Gemüse, Kartoffeln und nicht zuletzt Kräuter für die beliebten Teemischungen an. Kräuter und Tee sind ein wichtiger Produktionsschwerpunkt. Die Kräuter werden von Hand geschnitten, von Hand entblättert und schonend getrocknet. Ins Geschäft kommen sie als Einzelkräuter oder als heilsame Mischung. Gefragt sind besonders die Tee-Kreationen, die mit getrockneten Früchten wie Quitten, Himbeeren oder Johannisbeeren angereichert sind. Aromasicher und ansprechend verpackt, gibt es den Tee aus Neuendorf im eigenen Hofladen zu kaufen, aber auch z.B. bei „Naturkost Reim“ in Fürstenwalde und im Kunstspeicher Friedersdorf

 

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„Die format gGmbH ist immer eine Baustelle“, sagt Geschäftsführer Roland Schulze gern und aus eigener Überzeugung und entspricht damit auch dem Mythos der Gründungsväter, die immer davon ausgingen, dass eine Werkstatt für behinderte Menschen nur am Ball bleiben könne, wenn man sich stets weiter entwickelt. Das trifft auch für den Hof zu. Er veränderte sich von Jahr zu Jahr. Der Schweinestall wurde umgebaut, Sozialräume entstanden, auch der Hofladen und ein klitzekleines Büro. 1992 gab es das erste Spätsommerfest auf dem Gelände. Mundpropaganda sorgte dafür, dass sich die Besucherzahl 1993 schon verdoppelte. Die wachsende Fangemeinde des bunten Familienfestes an jedem letzten Samstag im August hat mittlerweile die Tausendergrenze überschritten. Aber es ist reichlich Platz, Kultur und Essen für alle da.

 

 

 

 

Bei jedem Fest konnten sich die Besucher über ein neues Kleinod des Hofes freuen: Räume für die Tee-Aufbereitung, den umgestalteten Hof mit vielen gemütlichen Sitzecken, den runden Backofen, das Taubenhaus, die Getreidescheune, die Beerenobstanlage, die hochmoderne Schlachtstrecke.

 

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„Jetzt ist das Optimum erreicht“, schätzt der Hofleiter ein. „Das Konzept stimmt! Was braucht der Markt? Was können wir?“ - die stete Beantwortung dieser beiden Fragen hat den Spagat ermöglicht zwischen:

- gebe 24 behinderten Menschen an fünf Tagen in der Woche einen strukturierten Arbeitstag mit Beschäftigungen, die sie fordern und fördert und das in einer Gemeinschaft, in der sie sich wohl fühlen

- und führe ein Bioland- Unternehmen, das sich wirtschaftlich trägt.

Beides gelingt bestens.

Und da kommt noch ein Nachsatz von Herrn Weilbach: "Einen Trumpf haben wir noch im Ärmel. Aber das ist noch nicht spruchreif!“ Als zum Schweigen Verurteilte verrate ich nur soviel: Da ist ein neues Biolandprodukt angedacht, das Ihre Geschmacksknospen erblühen lässt. Da können Sie gespannt sein! Schauen Sie doch bei Gelegenheit im Hofladen vorbei und fragen selbst.

 

Text + Fotos: Sybille Gurack


Permalink  format am  13. August 2012 - 09:52 Uhr