Eingangsverfahren / Berufsbildungsbereich

Im § 3 der Werkstättenverordnung (WVO) sind die Ziele für das Eingangsverfahren formuliert.
Aufgabe des Eingangsverfahrens ist es, unter Berücksichtigung von vorhandenen Unterlagen und Informationen, insbesondere von Vorgutachten, einzelfallbezogen

  • festzustellen, ob die Werkstatt für den behinderten Mitarbeiter die geeignete Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben ist sowie
  • festzustellen, welche Bereiche der Werkstatt und welche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und ergänzende Leistungen oder Leistungen zur Eingliederung in das Arbeitsleben in Betracht kommen und
  • einen Eingliederungsplan zu erstellen.

Das Eingangsverfahren dauert in der Regel drei Monate und wird in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Kostenträger durchgeführt.

Im § 4 der Werkstättenverordnung werden die Aufgaben des Berufsbildungsbereiches im Rahmen eines ganzheitlichen Bildungskonzeptes beschrieben. Aufgabe des Berufsbildungsbereiches ist es, den behinderten Mitarbeiter so zu fördern, dass er im Anschluss an die Maßnahme in der Lage ist

  • im Arbeitsbereich der Werkstatt wenigstens ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung zu erbringen bzw.
  • im Arbeitsbereich eine qualifizierte Beschäftigung ausüben zu können oder
  • eine berufliche Tätigkeit oder Bildungsmaßnahme außerhalb der Werkstatt aufzunehmen.

Der Berufsbildungsbereich erstreckt sich in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Kostenträger über einen Zeitraum von zwei Jahren. Nach einem erfolgreichen Abschluss des Berufsbildungsbereiches erhält der behinderte Mitarbeiter ein Zertifikat.

Das Eingangsverfahren und der Berufsbildungsbereich können an den Standorten Fürstenwalde, Seelow und Woltersdorf absolviert werden.

Die format gGmbH ist eine zugelassene Ausbildungsstelle nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV).